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Fährtenseminar mit Martin Rodzoch in der Abteilung Köthener Land

Fährtenseminar Martin Rodzoch
Am letzten Novemberwochenende 2025 fand in Dannigkow das allererste Fährtenseminar der DV-Abteilung Köthener Land statt.
Geleitet und getragen wurde das Seminar von Martin Rodzoch, einem herausragenden Hundesportler im Bereich Fährtenarbeit, dessen Herz für die Arbeit mit Hunden spürbar ist. Martin Rodzoch ist bekannt für seine tiefe Verbundenheit zur Rasse Cocker Spaniel und wird im DVG als leidenschaftlicher Fährtenhundesportler geschätzt. Seine Erfolge – unter anderem der VDH-Deutscher Meistertitel 2024, der FCI-Weltmeistertitel 2025 sowie der diesjährige VDH-Vizemeister – spiegeln nicht nur Können wider, sondern auch eine beständige, positive Lern- und Arbeitskultur, von der alle profitieren.
Mit 16 Teilnehmern war das Seminar ausgebucht. Die DV-Abteilung Köthener Land durfte 10 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Hund sowie 6 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ohne Hund begrüßen. Besonders zu erwähnen sind die beiden jugendlichen Teilnehmer, welche hochmotiviert am Seminar teilnahmen.
Fachliche Orientierung – Was gehört zur Fährtenarbeit
Fährtenarbeit umfasst die sorgfältige Planung von Gerüchen, Spurführung, Orientierung am Untergrund, Berücksichtigung von Düften sowie Umwelt- und Bodenverhältnissen. Dazu kommt das sensible Managen von Reizen und Ablenkungen, damit Hund wie Hundeführer sicher, zuverlässig und führungsstark in realistischen Trainings- und Prüfungssituationen handeln können.
Tag 1 – Theorie trifft Praxis
Nach einem kurzen, herzlichen Zusammentreffen am Vereinsheim brach die Gruppe gemeinsam pünktlich um 9 Uhr zum Fährtengelände auf. Die Verbindung von Theorie und Praxis zeigte sich von Anfang an als schlüssiges Ganzes: Hier wird Wissen greifbar, dort wird es erlebbar. Zunächst hatte jeder die Gelegenheit, seine bisherige Herangehensweise zu zeigen. Diese Phase war geprägt von Respekt, Geduld und echtem Interesse an der individuellen Förderlogik jedes Hundes und seiner Führerinnen bzw. Führer. Jede Hundeführerin und jeder Hundeführer legte eine Fährte – wahlweise eine einfache, oder eine fortgeschrittenere Aufgabe, je nachdem, wo sich das Mensch-Hund-Team im Training befindet. Nachdem die Übungsfährte abgesucht worden war, wies Martin behutsam auf Feinheiten hin, zeigte klare, gut nachvollziehbare Hinweise und gab praktische Tipps, mit denen die Fährtenarbeit jedes Einzelnen verfeinert oder zugleich sinnvoll neu aufgebaut werden konnte.
Zur Mittagszeit kehrte die Gruppe zum Vereinsheim zurück, wo ein heißes Gulasch/Wurstgulasch mit Nudeln die Teilnehmer stärkte und neue Energie für den restlichen Tag schenkte. Es gab Zeit zum Austausch über Erfahrungen, kleine Erfolgsmomente und die Freude darüber, wie schnell man gemeinsam lernt, wenn Aufmerksamkeit, Geduld und Respekt im Vordergrund stehen.
Nach der Pause ging es erneut Richtung Fährtengelände, das in unmittelbarer Nähe lag. Der Nachmittag war bis zur Dämmerung geplant und stand ganz im Zeichen der Erweiterung von Kenntnissen und Fähigkeiten. Übungsfährten wurden erneut getreten; selbst kleinste Fehler wurden behutsam besprochen, erklärt und Schritt für Schritt angepasst. Die Stimmung blieb offen, herzlich und getragen von gemeinsamer Begeisterung – jeder war stolz auf die bereits erzielten Fortschritte, und der Blick der Teilnehmenden spiegelte die Zuversicht wider, die eigene Führungsarbeit noch feiner zu gestalten.
Tag 2 – Das Gelernte sicher Anwenden
Am zweiten Seminartag begann der Tag bereits um 8:30 Uhr auf dem Fährtengelände. Das Erarbeitete und Gelernte vom Vortag konnte direkt angewendet und vertieft werden. Die Teilnehmenden mit Hund legten sofort die ersten Fährten, sodass nach der Begrüßung mit Kaffee und belegten Brötchen direkt gearbeitet werden konnte. Es war bemerkenswert zu sehen, wie das neu gewonnene Wissen bei Hund und Hundeführer positiv umgesetzt wurde.
Im Anschluss tat eine heiße Mahlzeit in der Mittagspause gut, die Reserven wurden aufgefüllt und die Konzentration kehrte zurück. Fährtenarbeit zeigt sich als Kopfarbeit – nicht nur für den Hund, sondern auch für den Hundeführer: Die ruhige Geduld, das feine Lesen der Spuren und das präzise Handeln im richtigen Moment erfordern klare Gedanken und eine besonnene Haltung.
Nach der kurzen Mittagspause begann die abschließende Phase des Seminars. Eine letzte Fährte wurde gelegt, und nun war der Zeitpunkt erreicht, an dem jeder Teilnehmer die erlernten Fertigkeiten und Kompetenzen präsentieren konnte. Die Fortschritte jedes Einzelnen waren eindrucksvoll, insbesondere in Bezug auf Situationsbewusstsein und kooperative Koordination. Die Übungen zeigten, wie Vertrauen, Geduld und Teamarbeit die Leistungsfähigkeit erhöhen. Sonntag gegen 16 Uhr endete das Seminar. Als Dankeschön erhielt Martin eine kleine Aufmerksamkeit für sich und seine Vierbeiner. Ebenso bekamen die Teilnehmer eine kleine Überraschung und Ansporn für kommende Fährten. Großen Dank gilt allen Helfern für die tatkräftige Unterstützung, allen Teilnehmenden fürs Mitmachen und vor allem Martin für das sehr interessante Seminar. Mit seiner Erfahrung und seiner warmherzigen Art hat er dieses Seminarwochenende zu etwas ganz Besonderem gemacht. Wir freuen uns bereits auf das nächste Jahr und hoffen auf eine zahlreiche Teilnahme.
Jeannette Bruckert
Abteilung Köthener Land
