Zur dringenden Kenntnisnahme – Terminsache!

Liebe Mitglieder,

aus gegebenem Anlass muss ich Sie darüber informieren, dass Herr Willi Cohnen mit einigen DV-Landesgruppenvorsitzenden, im gerichtlichen Verfahren erwirkt hat, eine „außerordentliche Delegiertenversammlung“ durchzuführen. Diese soll nun kurz vor der bereits geplanten ordentlichen Delegiertenversammlung stattfinden.

Die Einberufung hierfür obliegt den Klägern.

Dafür muss eine Mitglieder- und Delegiertenliste erstellt und weitergeleitet werden. Diese Liste kann jedoch derzeit nicht korrekt erstellt werden, da aus diversen DV-Gliederungen – trotz mehrfacher Anforderungen – keine Protokolle eingegangen sind. Ausschließlich über die Protokolle sind die Wahlergebnisse ersichtlich. (Wahlen von Vorstandsämtern, Ersatzdelegierte etc.) Die Delegierten haben die Pflicht, an Delegiertenversammlungen teilzunehmen. Die Teilnahmepflicht resultiert aus der Amtsstellung der Delegierten!

Hier verweise ich auf das Protokoll der erweiterten Vorstandssitzung vom 28.06.2019, in der unter TOP 8 der einstimmige Beschluss gefasst wurde – Zitat: „…wurde die Frage aufgeworfen, ob die JHV-en der Gliederungen gültig sind, wenn diese nicht satzungsgemäß abgehalten wurden bzw. diese Gliederungen infolge dessen keine Stimmberechtigung bei der Delegiertenversammlung des DV e.V. erhalten sollen. Die Beantwortung erfolgte einzeln von allen Teilnehmenden LG-Vorsitzenden als Zustimmung mit JA!“

Bitte beachten Sie auch die Hinweise, die bereits seit 17.12.2020 online sind. „In jedem Fall bleibt für die Vorstände der Gliederungen die Verpflichtung bestehen, die Jahreshauptversammlung satzungskonform kurzfristig nachzuholen, sobald eine Durchführung wieder möglich wird. Protokolle, Wahlergebnisse und Anwesenheitslisten müssen unverändert eingereicht werden.“

Konkret bedeutet dies, dass uns nicht alle gewählten Vorsitzenden als Delegierte, sowie die gewählten Ersatzdelegierten aktuell zur Erfassung nachgewiesen wurden.

Die Ersatzdelegierten werden satzungsgemäß nur für jeweils 1 Versammlung gewählt. Für den Fall der außerordentlichen Versammlung gilt die letzte Wahl nicht mehr, außer es wurde zwischenzeitlich satzungsgemäß erneut gewählt. Dies ist nur über das jeweils aktuelle Protokoll einsehbar.

Da jedoch kaum aktuelle Protokolle vorliegen, sind wir hier nun gezwungen, diese mit einer letzten Abgabefrist, Eingang HG zum 26.04.2021 einzufordern. Sollte 2021 „coronabedingt“ noch keine Versammlung stattgefunden haben, bitte um Mitteilung für wann die Einberufung erfolgt ist oder geplant wurde.

Sollten die Nachweise der Wahlen von Ersatzdelegierten für die außerordentliche Delegierten-versammlung 2021 bis zu dieser Frist nicht eingehen, kann die angeforderte Delegiertenliste nicht ordnungsgemäß erstellt werden, da diese somit fehlerhaft und für eine Versammlungsverwendung schon vorhersehbar ungültig ist. Darauf weise ich ausdrücklich hin.

Gleiches gilt für die angeforderte Mitgliederliste. Einige Gliederungen haben die Änderungen immer noch nicht abgeschlossen, so dass dort eine Stimmenermittlung bzw. Rechnungsstellung nicht möglich ist. Stimmberechtigt sind über die Delegierten/Ersatzdelegierten nur Mitglieder, für die alle Beiträge an den DV abgeführt wurden. Dies ist derzeit mehrheitlich nicht der Fall!

Ich kann Ihnen wiederholt, liebe Mitglieder, nur mein tiefstes Bedauern darüber zum Ausdruck bringen, dass durch die Haltung einiger Vorsitzender in Bezug auf die satzungsgemäße Erfüllung der Aufgaben, letztlich den Mitgliedern und unserem Dobermann Verein weiterer Schaden zugefügt wird. Es ist für mich immer noch sehr schwer zu glauben, aber: Da hier die Vorsitzenden nicht als Privatpersonen sondern als Amtsträger die Interessen der Mitglieder vertreten, muss ich davon ausgehen, dass mit den Handlungen dieser Vorsitzenden, letztlich der Wille der DV-Mitglieder vollzogen wird. Wurde tatsächlich all‘ dies durch Abstimmungen in den DV-Gliederungen genau so entschieden?

Da zwei kurz aufeinander folgende Delegiertenversammlungen mit ähnlichen Tagesordnungen, nicht nur immense Kosten verursachen, sondern darüber hinaus dem Verein weiter in seinem Ansehen schaden, ist für mich die Dringlichkeit und das Vorgehen einer weiteren Versammlung eben nicht nachvollziehbar. Die Forderung Personen abzuwählen ist absurd, da die Positionen ohnehin turnusmäßig für die ordentliche Delegiertenwahl auf der Tagesordnung stehen.

Bereits 2017 habe ich bei meiner letzten Wiederwahl bekannt gegeben, dass dies meine letzte Kandidatur zum 1.Präsidenten war und ich meine Amtszeit nach 48 Jahren Arbeit für den DV beenden möchte. An diesem meinem Entschluss hat sich nichts geändert. Der Turnus sieht die Wahlen im Jahr 2021 eben vor. 

Ist nun eine a.o. Versammlung deshalb so dringend, da derzeit noch die Personen im Amt sind, die unbedingt mit den Stimmen der Mitglieder nach eigenen Formulierungen,  „Renovieren“ und Entsorgen“ wollen? Ohne Rücksicht darauf, wie es mit dem DV weitergeht? Damit die Kandidaten endlich ihr Amt bekommen, obwohl sie bereits bewiesen haben, dass sie das Wohlergehen des Vereins genauso wenig interessiert wie unsere Vereinssatzung und unsere Beschlüsse?  Oder wofür sonst, muss jetzt dieser finanzielle und zeitintensive Aufwand betrieben werden? Hat man den Züchtern/Mitgliedern die Konsequenzen genau erläutert? U.a. könnte mit der neuen Führungsriege die Zucht nahezu zum Erliegen kommen, was bereits kommuniziert wurde. Die Entscheidung wird es zeigen und keiner soll später sagen, man habe nichts geahnt.

Ich verweise darauf, dass noch einige gerichtliche Verfahren seit der „Pseudo-Versammlung“ anhängig sind. Nachweise über all‘ die ungeheuerlichen Behauptungen und Diffamierungen, die um die ganze Welt gingen und im „www“ erhalten bleiben , liegen mir bislang nicht vor. Auch keine Entschuldigung. Weder bei mir, noch beim 2. Präsidenten Herrn Becht, noch bei unserem über Jahrzehnte tätigen Steuerberater, noch beim Ehrenrat usw. usw. Nirgends!

Kürzlich ging die Mitteilung der Staatsanwaltschaft Pforzheim ein, dass ein Strafverfahren gegen Herrn Tischhauser zwar nach §153a, Abs. 1 StPO eingestellt wurde, weil er die angeordneten Auflagen erfüllt hat. Bedeutet im Umkehrschluss, dass Herr Tischhauser, die ihm vorgeworfenen Verfehlungen anerkannt haben muss, da eine Verfahrenseinstellung gegen Auflagen nicht ohne Zustimmung des Beschuldigten möglich ist. Hinweis: Kosten für den DV und die Mitglieder sind durch dieses Verfahren nicht entstanden.

Was nun zurück bleibt, ist der durchgesetzte Wille einiger Weniger, mit Unterstützung vieler Nichtmitglieder – aber auch ein völlig gespaltener DV. Die Aufruhr der letzten Mail von Herrn Tischhauser, verschickt durch Herrn Baumeister (wiederum an angebl. alle Vorsitzenden) zeigt den unbedingten Willen der weiteren Vereinsspaltung.  Der DV ist auf Dauer geschädigt. Unfassbar traurig und eines 122 Jahre bestehenden Dobermann Vereis total unwürdig. Irgendwann wird es einen Rückblick geben. Was dann bleibt, ist letztendlich das Ergebnis aus dem Jahr 2021.

Ihnen liebe Mitglieder wünsche ich, dass Sie weiterhin viel Freude an Ihrem Dobermann haben. Für Sie alle – wie für mich – ist dies der schönste, wundervollste Hund unter allen Rassehunden.

Dafür habe ich all‘ meine Kraft, meine Zeit, meine gesamte Leidenschaft, mein Leben eingesetzt. Mein geliebter Dobermann war es jede Minute wert.

Ihnen und Ihren Hunden wünsche ich alles Gute!

Herzlichst Ihr/Euer

Hans Wiblishauser 

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